Basler Wohngenossenschaft (BWG) feiert 125-Jahr-Jubiläum
Wohnungsknappheit und hohe Mietzinse stehen wieder hoch im Sorgenbarometer der Bevölkerung. In ihrer Ausgabe vom 5. September 2024 titelte die BZ: «Die Mieten laufen aus dem Ruder». Dass dieser Titel auch schon vor 125 Jahren so oder ähnlich in der Nationalzeitung hätte stehen können, zeigt die Geschichte der BWG, welche am 4. April 1900 als erste schweizerische Wohngenossenschaft gegründet wurde und am 13. September unter Beisein von Regierungsrat Mustafa Atici ihr 125-jähriges Jubiläum feiert. Der Festakt findet im Basler Zolli statt, der bekanntlich ebenfalls feiert, nämlich seinen 150. Geburtstag.
Im Zuge der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung Basels von 44‘000 im Jahr 1870 auf 110‘000 im Jahr 1900. Der Druck auf die Wohnungen war derart gross, dass Zimmer mit Paravents und Kartonwänden in Zimmerchen unterteilt wurden und zahlreiche Mieter zusätzlich noch sogenannte Schlafgänger einquartierten, die lediglich einen festen Schlafplatz hatten. Der Staat wollte selbst keine Häuser bauen und setzte auf gemeinnützige Vereine. Trotzdem hatte die BWG keinen einfachen Start und konnte es sich nach ihrer Gründung nicht leisten, selbst Häuser zu bauen. Dies änderte sich ab 1912 und die BWG erwirbt, resp. baut über die Jahrzehnte ihre heute 60 Mehrfamilienhäuser. Auch wenn sich die Themen rund um den Wohnraum verändern, bleibt die Nachfrage nach gutem und preiswertem Wohnraum – so der seit der Gründung festgehaltene Zweck der BWG – und die Herausforderung der bestmöglichen Zuteilung dieses (zu) raren Gutes gross. Erfahren Sie mehr über die BWG in der Jubiläumsschrift mit dem Titel Die Basler Wohngenossenschaft, Porträt zum 125-Jahr-Jubiläum.
Weitere Informationen unter www.bwg-basel.ch